Sportwetten - Lexikon v0.85

0-9ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

0-9

0
siehe X
1
steht für Heimsieg oder Sieg des erstgenannten Teams/Spielers
2
steht für Auswärtssieg oder Sieg des letztgenannten Teams/Spielers

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A

Absicherung
Absicherungen können sinnvoll sein, wenn man hohe Quoten spielt: so kann man zusätzlich zum Sieg des Außenseiters (mit der hohen Quote) etwa das X zusätzlich genau so hoch spielen, dass bei Eintreffen des Unentschiedens der Reingewinn genau so hoch ist, wie der Gesamteinsatz auf diese 2 Wetten. Ein Beispiel:

Derby GAK gegen Sturm Graz
Der Buchmacher bietet für Sieg GAK 1,70, für X 3,40 und Sieg Sturm Graz 4,55
Man ist überzeugt, dass Sturm Graz gewinnt, möchte aber das Risiko des Verlustes, falls das Spiel doch nur Unentschieden endet, eliminieren.
Als Einsatz hat man sich für 20€ entschieden.
Setzt man nun von diesen 20€ 5,88€ auf X, und die restlichen 14,12€ auf Sturm Graz, so trifft folgende Gewinnrechnung zu:

bei Sieg GAK: die 20€ Einsatz sind verloren

bei einem X: 3,40 x 5,88€ = 20€. Das eingesetzte Geld ist nicht verloren, aber es wurde auch kein Reingewinn erzielt.

bei Sieg Sturm: 4,55 x 14,12€ = 64,24€, man hat also einen Reingewinn von 44,24€ erzielt.

Sehr hilfreich, um die richtigen Einsatzhöhen beim Absichern herauszufinden, ist unser Rechner mit 2 Ausgängen: ganz einfach beim abzusichernden Ausgang das Häkchen bei "retour" setzen.
AGB
Abk. für Allgemeine Geschäftsbedingungen (oder englisch: GTC, General Terms and Conditions).
Die AGB regeln die Bedingungen zwischen dem Kunden und dem Wettbüro. Auch wenn sie meist sehr umfangreich sind und "langweilig" erscheinen, so kann vor Wettabgabe ein Blick in die AGB vor einigem Ärger bewahren!
Akku-Wette
ein anderer Ausdruck für Kombi-Wette
Amerikanische Quoten
Bei dieser Art der Darstellung fällt sofort auf, dass es sowohl positive, als auch negative Quoten gibt.
Das System stützt sich ganz auf einen Einsatz von 100 Geldeinheiten. Dabei geben positive Quoten an, wieviel Reingewinn man mit der Wette macht, wenn man 100€ Einsatz darauf tätigt. Ein Beispiel:

Die Quote auf einen Heimsieg beträgt +250.
Ein Einsatz von 100€ würde also bedeuten, dass wir im Gewinnfall 250€ Reingewinn plus dem Einsatz erhalten, was einer Dezimalquote von 3,50 entspricht. (100€ x 3,50 = 350€ | 350€ - 100€ = 250€ Reingewinn)

Ein wenig umständlicher sind negative Quoten. Hier bedeutet die Zahl, wieviel Geld man setzen muß, um 100 Einheiten zu erhalten.
Auch hier ein Beispiel:

Die Quote auf einen Heimsieg beträgt -200.
Um nun einen Reingewinn von 100€ zu erzielen, müßten wir also 200€ setzen. Dies entspricht somit einer Dezimalquote von 1,50. (200€ x 1,50 = 300€ | 300€ - 200€ = 100€ Reingewinn)

Am einfachsten können diese Quoten mit unserem Quotenrechner umgerechnet werden.
Arbitrage
im Bereich der Sportwetten wird eine Surebet auch als Arbitrage-Wette bezeichnet
Asian Handicap
siehe Wettarten - Asian Handicap
Auszahlung
Um über Wettgewinne verfügen zu können, muß man das Wettbüro anweisen, das Geld vom betreffenden Wettkonto auszubezahlen.
Die dafür zur Verfügung stehenden Möglichkeiten decken sich eingentlich mit der Auflistung unter Einzahlung.
Zu Beachten sind eventuelle Mindestauszahlungsgrenzen, oder sonstige Gebühren, die anfallen können.

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B

Back
"Back" entspricht dem Gegenteil von "Lay", und ist ein Begriff aus der Welt der Wettbörsen; mit "Back" ist also das Annehmen von angebotenen Quoten gemeint, vergleichbar mit dem "ganz normalen" Wetten bei Wettbüros, mit dem Unterschied, dass die Quoten nicht von Buchmachern, sondern von anderen Kunden angeboten werden.
Daher kann es auch durchaus passieren, daß nur sehr geringe Beträge eingesetzt werden können, da sich die mögliche Einsatzhöhe aus der Summe der Beträge ergibt, welche diese Kunden halten wollen.
Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, Quoten "anzufordern": wenn einem die höchst angebotene Quote zu niedrig ist, kann man seine Wunschquote angeben, und wieviel man bereit wäre, darauf zu setzen. Andere Kunden können jetzt, wenn sie diese Quote halten wollen, ebenjene anbieten ("legen", siehe "Lay"). Diese Wette kommt dann sofort zum Abschluß, aber natürlich nur zu den jeweils gewählten Einsätzen. Höhere Einsätze bleiben weiterhin am Markt und damit für andere Kunden offen.
Auch bei "Back"-Wetten ist auf die Kommission zu achten, die bei Wettbörsen auf die Reingewinne zu bezahlen ist.
Bonus
Da der Markt im Wettgeschäft sehr heiß umkämpft ist, bieten viele Wettbüros Boni an, um entweder Neukunden anzulocken, oder aber auch um bestehende Kunden zu halten.
Es gibt einer Reihe verschiedener Boni:
  • Einzahlungsbonus (Cash-In): bei Einzahlung einer gewissen Summe (meist verknüpft mit einem Maximalbetrag, manchmal auch mit einem Mindestbetrag) erhält man zusätzlich einen gewissen Prozentsatz (seltener auch einen Fixbetrag) auf das Wettkonto gebucht.
  • Wettguthaben: eine bestimmte Summe gratis auf das Wettkonto
  • Cash-Back: man erhält beim Abschluss bestimmter Wetten einen Prozentsatz vom Einsatz rückerstattet.
  • Free-Bets: auf ein (oder mehrere) bestimmte Spiele darf man einen bestimmten Betrag wetten, ohne dass dieser vom Wettkonto abgebucht wird.
Zu beachten sind die jeweils gültigen Regeln, wenn ein Bonus in Anspruch genommen wird. Oft ist die Inanspruchnahme nämlich mit einigen Bedingungen verknüpft, die bei Nichtbeachtung zum Verlust des Bonus führen können. So muss man etwa den erhaltenen Betrag öfter umsetzen, bevor er auszahlbar wird (üblich sind 3-5 mal, mittlerweile auch 7 mal), oder aber es können überhaupt nur die damit erwirtschafteten Gewinne ausbezahlt werden.
Auf jeden Fall sollten die Bedingungen immer genau gelesen werden, um jegliche Ärgernisse schon von vornherein auszuschließen!
In unserer Übersicht über aktuelle Promotions findest du ausgewählte, aktuelle Boni von verschiedenen Buchmachern.
Bonusprogramm
Bonusprogramme werden von Wettbüros betrieben, um bestehende Kunden zu binden und zu animieren, weiter das Angebot des jeweiligen Wettbüros zu nutzen.
Als Belohung erhält der Kunde etwa diverse Ermäßigungen bei Kommissionen, höhere Quoten, Free-Bets, niedrigere Gebühren etc., wenn beispielsweise seine Einsätze eines Monats eine gewisse Höhe überschreiten, oder etwa eine gewisse Anzahl von Wetten pro Zeitraum abgegeben werden. Für diesen Zweck werden oft "Punktesysteme" eingeführt, wie z.B. das Bonusprogramm von expekt.
Bookie
Kurzform für Buchmacher
Buchmacher
Buchmacher erstellen die Quoten für die verschiedensten Wettereignisse, und bieten diese den Kunden zur Wettannahme an.

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C

Canadian
siehe Wettsysteme - Canadian
Cash-Back
andere (engl.) Bezeichnung für Rückzahlung
Cash-In
andere (engl.) Bezeichnung für Einzahlung
Commission
engl. für Kommission

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D

Doppelchance
siehe Wettarten - Doppelchance

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E

Einheit
Als Einheit (Abk. EH) wird, vor allem bei Tippvorschlägen und Analysen, die Höhe des Einsatzes bezeichnet. So vermeidet man, "echte" Beträge zu nennen, da jeder Wetter ganz eigene Gewohnheiten die Einsatzhöhe betreffend hat.
Diese Einheiten umfassen die Werte "1/10" (ganz niedriger Einsatz) bis "10/10" (maximaler Einsatz).
Was diese Werte für einen persönlich genau bedeuten, muß jeder für sich selbst festlegen. Dies können feste Umrechnungskurse sein

1 Einheit entspricht 10€, 3/10 würde also 30€ Einsatz bedeuten

oder aber auch Prozentsätze

1 Einheit entspricht 0,5% des Gesamtkapitals, 10/10 würde also 5% des Kapitals bedeuten

Durch die Angabe von solchen Einheiten kann auch der Erfolg von Tippvorschlägen meßbar gemacht werden.
Einsatz
Der Einsatz ist das Geld, welches auf eine Wette platziert wird. Der erzielbare Gewinn einer Wette hängt natürlich direkt mit der Höhe des Einsatzes zusammen. Der Kunde kann frei entscheiden, wieviel von seinem am Wettkonto befindlichen Geld er setzen will.
Achten sollte man auf diverse Limits, wie Mindesteinsatz, Höchsteinsatz oder Gewinnlimits.
Einzahlung
Bevor man seine erste Wette abschließen kann, muß natürlich Geld auf das Wettkonto eingezahlt werden.
Ein Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, Einzahlungen vorzunehmen:
  • Banküberweisung: die klassische Form der Überweisung, kann oft mehrere Werktage dauern.
  • Kreditkarte: Einzahlungen per Kreditkarte sind sofort verfügbar.
  • Paysafecard: eine Wertkarte, die man im Vorhinein kauft (erhältlich in Postfilialen, etc., mittlerweile bereits auch online), und mit der man dann online bezahlen kann.
    weitere Informationen auf der Internetseite von Paysafecard
  • Moneybookers: ein Geldtransfer-Service, der unter englischem Recht operiert.
    weitere Informationen auf der Internetseite von Moneybookers
  • PayPal: ein für ebay entwickeltes E-Geld-Institut, welches aber auch für andere Zahlungen im Internet verwendet werden kann.
    weitere Informationen auf der Internetseite von PayPal
  • NETeller: ein Finanzdienstleister, der Geldtransfers über das Internet anbietet.
    weitere Informationen auf der Internetseite von NETeller
  • Paybox: ein Dienst, der das Bezahlen mittels Handy ermöglicht.
    weitere Informationen auf der Internetseite von PayBox
Natürlich bietet nicht jedes Wettbüro alle dieser Möglichkeiten an, aber die Auswahl wird immer größer, so daß für jeden Kunden eigentlich eine geeignete, günstige Möglichkeit vorhanden sein sollte.
Zu beachten sind die Gebühren, die bei einigen Einzahlungsmöglichkeiten anfallen, sowie Mindesteinzahlungsgrenzen oder auch Höchstgrenzen.
Einzelwette
Die Einzelwette ist die einfachste Wettform.
Es gilt, von einem einzigen Ereignis den Ausgang richtig vorherzusagen.
Der Gewinn kann mit folgender Formel berechnet werden:

Gewinn = Einsatz x Quote

Englische Quoten
in der englischen Schreibweise werden die Quoten als Brüche dargestellt. Die Brüche ergeben den Reingewinn, den man mit dieser Wette erzielen kann. Beispiel:

Die Quote 13/20 bedeutet bei 10€ Einsatz einen Reingewinn von 6,50€. (10€ x 13/20 = 6,50€)
Das entspricht einer Dezimalquote von 1,65 (10€ x 1,65 = 16,50€ | 16,50€ - 10€ = 6,50€)

Im Gegensatz zur dezimalen Schreibweise wird der im Gewinnfall retounierte Einsatz also nicht mit einberechnet.
Am einfachsten können diese Quoten mit unserem Quotenrechner umgerechnet werden.

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F

G

Gebühren
Gebühren treten im Wettgeschäft vor allem bei Geldtransfers auf: einige Einzahlungsmöglichkeiten können nur gegen eine kleine Gebühr in Anspruch genommen werden, genauso wie manche Auszahlungen.
Bei Wettbörsen gibt es zusätzlich die Kommission.
Höchste Beachtung muß man den Gebühren schenken, wenn man Surebets spielt!
Gewinn
Der Gewinn ist der Betrag, den man vom Wettbüro ausbezahlt bekommt, wenn man eine Wette gewonnen hat. Er setzt sich aus dem getätigten Einsatz, den man zurückerhält, und dem Reingewinn zusammen. Der Gewinn errechnet sich (bei Einzelwetten) so:

Gewinn = Einsatz x Quote

Bei Kombi-Wetten wird jede Quote mit dem Einsatz multipliziert, bei einer 4er-Kombi also:

Gewinn = Einsatz x Quote1 x Quote2 x Quote3 x Quote4

Um sich den Reingewinn einer Wette auszurechnen, kann man folgende Formel verwenden:

Reingewinn = Einsatz x (Quote - 1)

Goliath
siehe Wettsysteme - Goliath
Guthaben
Um bei einem Wettbüro (oder auch einer Wettbörse) im Internet Wetten abschließen zu können, muß das persönliche Konto ein Guthaben aufweisen.
Dieses muß vor dem Abschluß von Wetten einbezahlt werden.

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H

Handicap
siehe Wettarten - Handicap
Head-to-Head
siehe Wettarten - Head-to-Head
Heinz
siehe Wettsysteme - Heinz
HT/FT
Abkürzung für Halbzeit/Enstand (Half-time/Full-time)
für die Wettart siehe Wettarten - Halbzeit/Endstand

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I

J

K

Kombi-Wette
diese Wette ermöglicht höhere Gewinne, ist aber dafür auch riskanter als die Einzelwette.
Dabei gilt es, die Ausgänge von zwei oder mehreren Ereignissen richtig zu tippen. Je mehr Ereignisse miteinander kombiniert werden, desto höher werden die Gewinne (mit gleichbleibendem Einsatz), aber auch das Risiko, die Wette zu verlieren steigt, denn um diese Art von Wette zu gewinnen, müssen alle Ereignisse richtig sein.
Die Gesamtquote, die sich für so eine Wette ergibt, wird durch Multiplikation der Einzelquoten gebildet. Ein Beispiel mit 4 Spielen:

Die Einzelquoten sind 1,50, 2,10, 2,50 und 2,85. Die Gesamtquote beträgt somit 22,44 (1,50 x 2,10 x 2,50 x 2,85)

Der Gewinn aus einer solchen Kombi-Wette errechnet sich dann aus dem Einsatz, multipliziert mit der Gesamtquote.
Kombinationspflicht
manche Buchmacher bieten einige Spiele nur unter dem Vorbehalt, dass diese in einer Kombinationswette gespielt werden müssen. Als Einzelwetten sind diese nicht spielbar.
Dieser Zwang kann vom Buchmacher noch verschärft werden, indem ein Spiel z.B. erst dann gewettet werden kann, wenn es mit mindestens 4 weiteren Spielen in Kombination gewettet wird.
Dies kommt häufig bei sogenannten "exotischen" Ligen vor, die für die Buchmacher schwierig einzuschätzen und damit zu quotieren sind.
Kommission
so wird die bei Wettbörsen einbehaltene Gebühr genannt. Kommissionen werden als Prozentsatz von den Wettbörsen festgelegt, und im Gewinnfall den Kunden von den Reingewinnen abgezogen.
Die Höhe der Kommissionen ist von Wettbörse zu Wettbörse verschieden und kann dort auch von Markt zu Markt variieren. Auch gibt es Bonusprogramme, welche die Kommission verändern können.
Konto
siehe Wettkonto

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L

Langzeitwette
eine Langzeitwette läuft, wie der Name schon sagt, über einen längeren Zeitraum. Beispiele sind dafür etwa "Wer wird Meister?" oder "Wer wird Torschützenkönig?".
Beachten sollte man bei solchen Wetten, dass der Einsatz auf diese Wetten totes Kapital darstellt, da dieser für den gesamten Zeitraum, über den sich die Wette erstreckt, nicht für andere Wetten verwendet werden kann.
Lay
bei Wettbörsen haben Kunden u.a. die Möglichkeit, eine Wette zu eigenen Quoten anzubieten (zu "legen" => Lay). Dies ist sinnvoll, wenn man von einem Ausgang überzeugt ist, dass dieser NICHT eintrifft. Der Kunde wählt die Quote, die er bieten möchte, und welchen Einsatz er darauf annehmen möchte. Nun haben die anderen Kunden die Möglichkeit, diese Wette zu den gewählten Konditionen anzunehmen, also "ganz normal" darauf zu wetten (siehe "Back").
Gewinnt man, so ist der Gewinn die Einsatzsumme, die auf die eigene Quote getätigt wurde (im besten Fall der gewählte Maximaleinsatz).
Verliert man jedoch, so muß man die Reingewinne an die Kunden bezahlen, welche die Quote angenommen haben.
Ein Beispiel:

Das Spiel Österreich gegen Deutschland
Kunde A ist davon überzeugt, dass Österreich nicht gewinnt. Er legt nun eine Quote für Sieg Österreich von 3,10 und wählt einen Maximaleinsatz von 100€.
Kunde B will ganz normal auf Sieg Österreich wetten, die Quote von 3,10 sagt ihm zu, und er entschließt sich, 100€ zu einer Quote von 3,10 auf Österreich zu setzen.

Endet nun das Spiel mit einem Sieg für Österreich, hat Kunde B seine Wette gewonnen.
Sein Reingewinn beträgt nun 100€ x 3,10 - 100€ = 210€.
Diese 210€ erhält er von Kunde A, der ihm die Quote angeboten hat.

Gewinnt hingegen Deutschland oder endet das Spiel Unentschieden, hat Kunde A gewonnen, und kassiert den Einsatz von Kunde B, nämlich 100€.

Wichtig ist zu Beachten, dass die Wette nicht abgeschlossen ist, solange niemand die Quote annimmt. Wird die Quote nur zu geringeren Einsätzen angenommen, also z.B. von angeboteten 100€ werden nur 60€ angenommen, so ist die Wette nur für diesen Teil abgeschlossen. Zu Beginn des Spiels verfällt der nicht angenommene Teil des Einsatzes.
Bei der Berechnung der Gewinne sollte man weiters auf die Kommission achten, die bei Wettbörsen auf die Reingewinne zu bezahlen ist.
Limit
Wer oft und viel gewinnt, und das ist ja das Ziel eines jeden Sport-Wetters, der wird bald auch mit Limitierungen zu kämpfen haben.
Die Wettbüros erkennen schnell, wenn ein Kunde relativ viel Geld gewinnt. In der Folge bekommen diese Kunden ein ganz spezifisches Einsatzlimit aufgebrummt, damit zukünftige Gewinne nicht mehr ganz so hoch ausfallen können.
Wann solche Limits gesetzt werden, ist von Wettbüro zu Wettbüro verschieden, und auch die Höhe varriiert klarerweise.

Ganz generell hat aber auch jedes Wettbüro seine Limits, die immer Gültigkeit haben. So wird beispielsweise der Mindest- sowie der Höchsteinsatz von vornherein festgelegt. Auch Begrenzungen in der Gewinnsumme sind möglich, etwa "Maximalgewinn pro Woche: 100.000€".
Diese Limits kann man bei jedem Wettbüro in deren AGB nachlesen.
Livewetten
Livewetten unterscheiden sich von den üblichen Wetten vor allem dadurch, dass die Wetten während einem laufenden Ereignis abgegeben werden können.
Die Quoten dafür werden laufend vom Buchmacher angepasst, wenn also etwa eine Mannschaft in Führung geht, werden die Quoten für den Sieg dieser Mannschaft sinken, während die Quote für einen Sieg der anderen Mannschaft steigen wird.
Nachdem eine solche Wette abgegeben wurde, vergehen im Normalfall noch einige Sekunden, bis sie auch vom Buchmacher akzeptiert wird. Meistens wird man grafisch darüber informiert, wie lange dies noch dauert. Dieses Vorgehen hat einen einfachen Grund: da sich innerhalb von Sekunden ein Spiel entscheidend verändern kann, sichern sich die Buchmacher so ab vor Wetten, die noch blitzartig hätten gespielt werden sollen. Denn ändert sich in diesem Zeitraum bis zur Annahme der Wette etwa die Quote, wird die Wette nicht akzeptiert und man muß sie erneut spielen, natürlich zur neuen Quote.
Bei gewissen Situationen werden auch einzelne oder alle Quoten ausgesetzt. Etwa wenn eine Mannschaft einen Elfmeter oder einen sehr gefährlichen Freistoß zugesprochen bekommt. Diese Wetten werden meist durch on hold oder pending gekennzeichnet.
Üblicherweise kann man Livewetten nur als Einzelwetten spielen. In letzter Zeit haben manche Wettbüros allerdings ausgeklügelte Softwaresysteme entwickelt, die auch Kombi-Wetten von verschiedenen Livespielen oder sogar Kombi-Wetten innerhalb ein und desselben Livespiels erlauben.
Auch die Art der angebotenen Wetten wird immer vielfältiger. So kann man mittlerweile auf "die nächsten Torschützen", "Wie lange wird nachgespielt?", "Wieviele Elfmeter gibt es?" etc. wetten, und das sind nur einige Beispiele.
Lucky 15
siehe Wettsysteme - Lucky 15
Lucky 31
siehe Wettsysteme - Lucky 31
Lucky 63
siehe Wettsysteme - Lucky 63

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M

Marge
Als Marge wird die Differenz zwischen 100% und dem vom Buchmacher für ein Ereignis angebotenen Quotenschlüssels bezeichnet.
Das bedeutet, dass die Marge den theoretischen Gewinn des Buchmachers darstellt, sofern er die Einsätze auf die verschiedenen Ausgänge dieses Ereignisses richtig verteilt erhält.
Markt
so werden die von den Buchmachern angebotenen Sportarten genannt (so ist z.B. "Fußball" ein Markt), aber auch die verschiedenen Wettarten definieren verschiedene Märkte (z.B. der Markt der Handicap-Wetten)
Mindesteinsatz
vom Wettbüro festgelegte Grenze, die den kleinstmöglichen Einsatz auf eine Wette beschreibt. Der Mindesteinsatz und sonstige Limits sollten in den AGB der Wettbüros angeführt sein.

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N

no bet
Ist man sich bei einem Spiel derart unsicher über den Ausgang, spricht man von no bet

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O

Over
siehe Wettarten - Over

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P

Patent
siehe Wettsysteme - Patent

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Q

Quote
Die Quote wird vom Buchmacher festgelegt und bezeichnet für jeden Ausgang einer Wette (beim Fußball also z.B. für 1, X, 2) die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Ausgang auch zutrifft. (1 / Quote = Wahrscheinlichkeit in Prozent).
Nebenbei kann man sich aufgrund der Quote sofort die Höhe des Gewinns ausrechnen. So weiß der Kunde sofort, welchen Gewinn er auf Basis seines Einsatzes erzielen kann (Gewinn = Einsatz x Quote).
Quoten können nach Abschluss einer Wette nicht mehr nachträglich vom Buchmacher geändert werden (Ausnahmen sind in etwa System- oder Übertragungsfehler oder offensichtliche Quotenfehler).
Die hierzulande am häufigsten verwendete Darstellungsart ist die europäische Dezimalschreibweise, hier im Beispiel für eine Fußballwette:

Tipp 1: 1,40 Tipp X: 3,30 Tipp 2: 4,55

Weitere Arten der Darstellung sind die Englische, Beispiel:

Tipp 1: 2/5 Tipp X: 23/10 Tipp 2: 71/20

und die Amerikanische, Beispiel:

Tipp 1: -250 Tipp X: +230 Tipp 2: +355

Quotenschlüssel
im Quotenschlüssel werden alle vom Buchmacher für ein Ereignis angeboteten Quoten dargestellt. Der Quotenschlüssel gibt hierbei die gesamte Auszahlungsrate (in %) des betreffenden Wettbüros für dieses eine Ereignis an.
Da auch Wettbüros Geld verdienen wollen, erreicht dieser Schlüssel nie die 100% (was einer Auszahlung aller Einsätze entsprechen würde, wenn auf alle Ausgänge entsprechende Summen gesetzt worden wären), sondern der Wert wird sich um die 90%-Marke herum bewegen (+/- 2%). Die Differenz zu den 100% wird Marge genannt.
Den Quotenschlüssel kann man sich errechnen, indem man die Kehrwerte aller Quoten (1/Quote) summiert, und von dieser Summe wieder den Kehrwert bildet. Ein Beispiel:

Derby GAK gegen Sturm Graz
Der Buchmacher bietet für Sieg GAK 1,70, für X 3,40 und Sieg Sturm Graz 4,55
1 / 1,70 = 0,5882 | 1 / 3,40 = 0,2941 | 1 / 4,55 = 0,2198
In Summe haben wir also den Wert 1,1021 (0,5882 + 0,2941 + 0,2198), der Kehrwert davon ist 0,9074, was einen Quotenschlüssel von 90,74% bedeutet.
Das wiederum bedeutet für dieses Beispiel, dass der Buchmacher, vorausgesetzt er erhält die Einsätze im richtigen Verhältnis, 90,74% aller Einsätze wieder an die Kunden ausschüttet, der Rest ist seine Gewinnmarge.
Weiters kann man in diesem Beispiel aus dem Kehrwehrt 1,1021 erkennen, dass der Buchmacher für jeden Euro, den er auszahlen muß, 1,1021 Euro an Einsätzen erhält.

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R

Resultatwette
siehe Wettarten - Ergebniswette

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S

Super Heinz
siehe Wettsysteme - Super Heinz
Surebet
Die deutsche Übsersetzung "sichere Wette" trifft es schon sehr gut: es handelt sich um eine Wette, die man nicht verlieren kann. So etwas kann zustande kommen, wenn verschiedene Buchmacher ein Spiel dermaßen unterschiedlich einschätzen und quotieren, dass durch geschickte Einsatzverteilung auf jeden Fall Gewinn entsteht, ganz egal, wie das Spiel nun endet.
Ein Beispiel:

Derby Austria gegen Rapid
Buchmacher A bietet für Sieg Austria 2,55, Buchmacher B für X 3,30 und Buchmacher C für Sieg Rapid 3,40
Nun setzt man bei Buchmacher A 3,96€ auf Sieg Austria, bei Buchmacher B 3,06€ auf ein X und bei Buchmacher C 2,97€ auf Sieg Rapid,
bei 10€ Gesamteinsatz ergibt sich daher folgende Gewinnrechnung:
3,96€ x 2,50 = 10,1€
3,06€ x 3,30 = 10,1€
2,97€ x 3,40 = 10,1€
Man sieht also sofort, man bekommt auf jeden Fall 10,1€ zurück, was einem Reingewinn von 0,1€ entspricht.

Um sich auszurechnen, ob eine Wette eine Surebet ist, kann man unseren bequemen Surebet-Rechner verwenden.
Bedingung ist natürlich, dass man bei jedem Buchmacher, dessen Quote man nützen möchte, auch Geld am Konto hat.
Zu beachten sind auf jeden Fall auch noch evtl. Gebühren bei manchen Wettbüros (Auszahlungsgebühren, etc.), Mindesteinsätze, Limitierungen oder Kombinationspflichten, die eine Surebet zunichte machen können.
Auch beachten sollte man die Tatsache, dass Surebets nur halbwegs lohnend sind, wenn man hohe Einsätze aufbringen kann, wie im obigen Beispiel deutlich zu sehen ist (100€ Einsatz würden gerade mal 1€ Reingewinn bringen, für 10€ Reingewinn müsste man schon 1000€ setzen!).
Systemwetten
mittlerweile von fast allen Wettbüros angeboten, bieten Systemwetten eine einfache Form, um mehrere Wetten miteinander zu kombinieren, und zwar nicht nur in einer großen, gesamten Kombi-Wette, sondern in verschiedenen Variationen an Tippreihen. Die verfügbaren Variationen richten sich in erster Linie nach der Anzahl der ausgewählten Wetten. Hat man sich für ein System entschieden, stellt der Buchmacher automatisch alle erforderlichen Kombi-/Einzelwetten zusammen. Der gewählte Einsatz gilt für jede einzelne Tippreihe und ist immer gleich hoch. Ein Beispiel:

Es befinden sich 5 Spiele auf dem Wettschein.
Diese 5 Spiele kann man etwa in einer 3/5 Systemwette (man sagt: "3 aus 5") spielen. Das bedeutet, dass alle Spiele untereinander in 3er-Kombiwetten gespielt werden. Dies ergibt in Summe 10 Tippreihen (3er-Kombinationen).
Beträgt nun z.B. der gewählte Einsatz 5€, so wird jede dieser 3er-Kombinationen mit jeweils 5€ Einsatz gespielt, was einen Gesamteinsatz von 50€ ergibt.
Eine weitere Möglichkeit bei 5 Wetten wäre das System Lucky 31: bei diesem System werden alle 5 Wetten als Einzelwetten gespielt, zusätzlich alle Wetten in 2er-, 3er, 4er- und in einer 5er-Komination gespielt. Das ergibt eine Anzahl von 31 Tippreihen.
Hier würde das Beispiel mit 5€ Einsatz schon einen Gesamteinsatz von 155€ ergeben!

Eine Übersicht über gängige Systemwetten haben wir in diesem Lexikon unter dem Punkt Wettsysteme zusammengestellt.
Zum Berechnen von Systemwetten bieten wir einen Systemwetten-Rechner.

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T

Trixie
siehe Wettsysteme - Trixie

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U

Under
siehe Wettarten - Under

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V

Valuebet
so bezeichnet man eine Wette, die man spielt, weil die durch die Quote ausgedrückte Wahrscheinlichkeit für einen Ausgang unter der selbst eingeschätzten Wahrscheinlichkeit liegt. Die Quote hat also einen überhöhten Wert (die Wette ist value, eng. "Value" -> Wert).
Voraussetzung, um solche Wetten zu finden und zu spielen ist einerseits das Verständnis, wie Quoten und Wahrscheinlichkeiten zusammenhängen, und andererseits die Fähigkeit, selbst die Wahrscheinlichkeiten besonders genau einschätzen zu können.

Der Buchmacher bietet für das Spiel Salzburg - Rapid folgende Quoten:
Sieg Salzburg 1,45, X 3,65, Sieg Rapid 8,00
Der Buchmacher rechnet also mit den folgenden Wahrscheinlichkeiten
Salzburg: 63% (1/1,45 x 0,91), X: 25% (1/3,65 x 0,91), Rapid: 12% (1/8,00 x 0,91)
(wobei der Faktor 0,91 in jeder Rechnung die Gewinnmarge aus der Quote entfernt! Quotenschlüssel ~91%)

Hat man nun aufgrund eigener Recherchen, Erfahrungen und Einschätzungen eine Wahrscheinlichkeit für einen Rapid-Sieg von beispielsweise 20% errechnet, so lohnt es sich auf jeden Fall, einen Tipp 2 auf Rapid zu riskieren. Die angebotene Quote hat also einen überhöhten Wert und ist "Value".
Denn die Wahrscheinlichkeit von 20% sagt uns, dass von (fiktiven) 10 Spielen Salzburg gegen Rapid 2 Mal Rapid gewinnt.
Setzt man also bei jedem Spiel 10€ auf Rapid zu Quote 8,00, kommt man auf einen Gesamteinsatz von 100€, und einen Gewinn von 160€ (10€ x 8,00 = 80€ | 2 x 80€ = 160€), was immerhin einen Reingewinn von 60€ ausmacht.

Wie das Beispiel bereits zeigt, kommt man mit Valuebets langfristig an sein Ziel, Gewinn zu machen. Daher ist es wichtig, nicht die Geduld zu verlieren, wenn nicht sofort Gewinne auf das Konto kommen, denn nur Langfristig können Valuebets ihre Stärke ausspielen.
Zudem muß man es sehr gut beherrschen, die Wahrscheinlichkeiten möglichst genau einzuschätzen. Dies erfordert vor allem viel Erfahrung, aber auch umfassende Kenntnisse der Liga und der jeweiligen Mannschaften.

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W

Wettbörse
Wettbörsen unterscheiden sich von Wettbüros vor allem dadurch, dass sie die Wetten nicht selbst anbieten, sondern nur die Plattform zur Vermittlung von Wetten direkt zwischen den Kunden zur Verfügung stellen.
Das bedeutet, der Kunde kann selbst Wetten zu seinen Quoten zur Annahme anbieten ("Lay"), und diese Wetten können von anderen Kunden angenommen werden ("Back").
Lediglich die verfügbaren Märkte werden von der Wettbörse bestimmt.
Die Verwaltung der Wettkonten, sowie Gewinnabrechnungen, Ein- und Auszahlungen, etc. obliegen ebenfalls der Wettbörse.
Die für die Wettbörsen anfallenden Unkosten werden durch die von den Kunden zu bezahlenden Kommissionen gedeckt.
Wettbüro
das Unternehmen, welches die Wetten dem Kunden zur Annahme anbietet, sowie die gesamte Abwicklung der Wette übernimmt (Gewinnermittlung, etc.)
Wettkonto
Um über das Internet Wetten abschließen zu können, ist es notwendig, ein Wettkonto beim jeweiligen Wettbüro einzurichten.
Dies dient in erster Linie zur Regelung des Umsatzes: Einzahlungen werden auf dieses Konto vorgenommen, die Einsätze werden von dort abgebucht, die Wettgewinne gutgeschrieben, und zuguterletzt kann das Guthaben vom Konto zur Auszahlung angefordert werden.

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X

X
steht für das Unentschieden

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Y

Yankee
siehe Wettsysteme - Yankee

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Z



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